Donnerstag, 13. März 2008

Jetzt ist es soweit

Jetzt ist es also endlich soweit. Ich habe meinen Koffer gepackt – oder besser gesagt: bis oben hin voll gestopft. Hauptsache er ist zu und alles Wichtige ist drin. Dann kann es ja losgehen! Von meinen besten Freundinnen habe ich mich gestern schon verabschiedet. Eigentlich wollte ich eine kleine Party geben, um Abschied von meinen Freunden zu feiern – aber letzten Endes war niemand so richtig in Feierstimmung. Alle waren traurig, dass ich weggehe. Und am allermeisten ich selbst. Schließlich war ich noch nie so lagen von zuhause weg.
Am größten wird mein Unbehagen, wenn ich daran denke, dass ich noch immer keine Wohnung habe. Stattdessen habe ich eine Absage vom Studentenwohnheim. Aber vor Ort finde ich sicher innerhalb weniger Tage eine passende Unterkunft. Auch wenn meine Mutter mich unter diesen Umständen gar nicht gehen lassen will – ich werde schon nicht unter der Brücke landen!
Meine Eltern bringen mich morgen zum Flughafen. Mein Vater hat sich extra frei genommen. Er meinte, er kann nicht zulassen, dass ich meinen riesigen Reisekoffer alleine über den Flughafen schleppe. Sicher wird es sehr traurig. Ich werde meine Eltern sehr vermissen. Aber zum Glück gibt es ja Telefon und Internet. Meinen nächsten Bericht werde ich dann wohl schon aus Costa Rica schreiben. Ich bin gespannt, was mich erwartet – und ihr hoffentlich auch!

Ich packe meine Koffer: Kulturbeutel und co

In ein paar Tagen fliege ich nach Costa Rica. Es wird höchste Zeit, meinen Koffer zu packen. Ich bin überzeugt: Je früher ich damit anfange, desto geringer sind die Chancen, etwas Wichtiges zu vergessen. Also versuche ich, strategisch sinnvoll zu packen: Da sie wohl den größten Teil des Koffers ausfüllt, kommt als erstes die Kleidung in meinen neuen Titan Koffer. Auf diese Weise sehe ich gleich, wie viel Platz noch übrig ist für andere Dinge – als da wären: Handtücher, Bettbezug, Badezeug, Schreibutensilien und so weiter. Was aber mache ich mit all den kosmetischen Produkten, die ich immer und überall brauche? Cremes, Shampoo, Bodylotion, Haarspray etc. Eigentlich habe ich mir vorgenommen, nur solche Dinge mitzunehmen, die ich vor Ort nicht oder nur schwer kaufen kann. Und da gehören Kosmetik-Artikel eigentlich nicht dazu. Aber woher soll ich denn wissen, ob die in Costa Rica all das haben, was ich brauche? Stellt sich die quälende Frage: Was kommt mit und was bleibt hier? Ich halte folgende Strategie für sinnvoll, um mein „Problem“ zu lösen: Einen neuen Kulturbeutel habe ich mir ohnehin gekauft. Der ist besonders praktisch, weil man ihn an einem Haken aufhängen kann – zum Beispiel hinter der Badtür. Also habe ich beschlossen, einfach so viele Kosmetika von zuhause mit zu nehmen, wie in meinen Kulturbeutel passen. Da in meiner alten Laptoptasche außer dem Laptop nicht viel Platz hat, habe ich beschlossen, mir einen neuen Laptop Rucksack zu kaufen. Der hat den Vorteil, dass auch zusätzlich zum Laptop noch reichlich Platz ist und der Laptop dennoch perfekt geschützt ist. Davon abgesehen erleichtert mir das vor allem auch den Transport. Denn den Laptop Rucksack kann ich mir einfach auf den Rücken schnallen, während ich den kleinen Trolley mit der einen Hand und den großen Reisekoffer mit der anderen hinter mir her ziehe.

Montag, 10. März 2008

All die Formalitäten

Ein paar wichtige Dinge müssen vor meiner Abreise noch geklärt werden: Auf jeden Fall brauche ich eine gültige Auslandskrankenversicherung. Da ich bei meinen Eltern privat versichert bin ist das ohnehin kein Problem, denn der Vertrag enthält bereits eine Auslandsversicherung. Immerhin brauche ich schon mal kein Visum zu beantragen, da das anscheinend die UNI für mich übernimmt und ich über ERASMUS ohnehin an einem europäischen Austauschprogramm teilnehme. Apropos Erasmus: An der Uni hat man mir diesbezüglich noch eingeschärft, dass ich hinterher einen Praktikumsbericht abliefern muss. Der dient zum einen als Bestätigung, dass ich tatsächlich im Ausland war und zum anderen nachfolgenden Studierenden als Orientierungshilfe bei der Planung ihres Auslandsaufenthalts. Das Formular habe ich zwar gleich mit bekommen aber das interessiert mich im Augenblick herzlich wenig. Zunächst muss ich mich darum kümmern, dass bis zu meiner Abreise alles Wichtige geregelt ist. Da fällt mir ein, dass ich für meinen Aufenthalt in Costa Rica unbedingt einen internationalen Studentenausweis im Koffer haben sollte. Damit kann ich an allen erdenklichen Stellen Rabatte bekommen: Kino, Museum, öffentliche Verkehrsmittel – ohne internationalen Studentenausweis wird es hier teuer. Denn wie ich gehört habe, wird der nationale Studentenausweis im Ausland nur in Einzelfällen akzeptiert. Darauf möchte ich es wirklich nicht ankommen lassen! Als Student muss man schließlich sparen, wo immer es geht.

Dienstag, 4. März 2008

Mühselige Wohnungssuche

Es gibt noch einen ganz zentralen Punkt bei der Planung meines Auslandsaufenthaltes, über den ich bisher noch nicht berichtet habe: Inzwischen habe ich zwar den richtigen Koffer und auch einen Flug, aber noch immer keine Wohnung in Costa Rica. Heute, wenige Wochen vor meiner Abreise stehe ich also völlig im Ungewissen, was meine Unterkunft während des Semesters angeht. Inzwischen habe ich meine Ansprüche deutlich herunter gesetzt – und trotzdem habe ich noch keine Zusage. Am liebsten wäre mir, wenn ich in einem der universitären Studentenwohnheime unterkommen könnte. Dann hätte ich direkt Kontakt zu ein paar anderen Studenten und außerdem keinen langen Anfahrtsweg zur Uni. Plus: Günstiger als im Studentenwohnheim kann man in einer Stadt wie Costa Rica gar nicht wohnen. Ich habe mich schon vor drei Wochen auf offiziellem Wege beworben, aber leider habe ich bis heute keine Zusage – nicht mal eine Antwort! Für den Ernstfall habe ich mir Folgendes überlegt: Nach meiner Ankunft werde ich mich auf direktem Wege in eine Jugendherberge begeben, meinen Koffer und mein ganzes Gepäck abladen und mich von dort aus auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Vielleicht geht es ja vor Ort leichter. Immerhin habe ich dann den Vorteil, dass ich mir das Zimmer vorher ansehen kann. Und so teuer sind die Übernachtungen in Jugendherbergen auch wieder nicht. Wie sonst komme ich denn an die Aushänge an der Uni heran, wo die meisten Studenten ihre Wohnung der Einfachheit halber ausschreiben? Auf diesem Wege könnte ich sicher eine nette WG zusammen mit anderen Studenten finden. Im Idealfall wohnen sogar noch ein paar Spanier bei mir – so kann ich meine Sprache täglich trainieren. So müsste es klappen, da bin ich eigentlich ganz zuversichtlich.

Samstag, 1. März 2008

Flug gebucht - jetzt gibt es kein zurück

Mein Kopf ist richtig voll. Es gibt so Vieles, was ich vor meiner Abreise noch erledigen muss. Aber heute habe ich immerhin schon mal meinen Flug gebucht. Günstig war ist das zwar nicht, aber ich bin eben auch richtig spät dran. Die ganzen Billigflüge waren natürlich längst ausgebucht oder inzwischen sogar noch teurer. USAir zum Beispiel hat Direktflüge von München nach Costa Rica im Plan, doch dafür war ich leider viel zu spät dran. Theoretisch hätte ich zwar auch einen Flug nach Panama nehmen können und dann mit dem Bus weiter nach Costa Rica fahren. Aber da auch dieser Flug nicht deutlich günstiger war, lege ich lieber ein paar Euro drauf und komme dafür entspannt direkt in San Jose an. Ich habe noch keine genauen Infos über die Gepäckbestimmungen bei USair, aber ich rechne mit dem Schlimmsten. Wahrscheinlich darf ich nicht mal über 20 Kilogramm mitnehmen, ohne Aufpreis zu bezahlen. Allerdings habe ich auch schon gehört, dass sich die Gepäckbegrenzung nach der Dauer des Aufenthalts richtet – und mit einem Aufenthalt von sechs Monaten stehen meine Chancen da eigentlich recht gut. Schließlich braucht man da deutlich mehr Gepäck als ein Tourist oder ein Geschäftsreisender. Sollte es dennoch nicht ausreichen, habe ich mir schon einen neuen Trick überlegt. Ich nehme einfach so viel Handgepäck wie möglich mit. Da wäre zwar ohnehin meine Laptoptasche, aber da man ja zwei Teile als Handgepäck mitführen darf, werde ich dazu noch einen Trolley mitnehmen, der das größtmögliche für Handgepäck zulässige Volumen hat.

Samstag, 9. Februar 2008

Alles in einen Koffer?

Es sind jetzt noch vier Wochen bis zu meiner Abreise nach Costa Rica. Langsam wird es also richtig ernst und ich sollte mir allmählich überlegen, was ich alles mitnehme. Meine größte Sorge ist, dass ich nicht alles in meinem Koffer unterbringe, was ich eigentlich brauche. Deshalb habe ich beschlossen, mich auf die Suche nach einem geeigneten Koffer zu machen, der vor allem eines ist: größer! Leicht ist das allerdings nicht, denn die Auswahl an Reisekoffern ist riesig und kann mich kaum entscheiden: Es gibt zum Beispiel Hartschalenkoffer, Titankoffer oder Trolleys. Aber woher weiß ich denn, welcher sich für mich am besten eignet? Ich habe mir folgende Strategie überlegt: Ich werde einfach den größten und zugleich leichtesten Koffer nehmen. Auf diese Weise kann ich wenigstens beim Koffer selber Gewicht sparen, wenn ich schon so viel mitnehme. Im Laden hat man mir also einen Titan Koffer empfohlen. Denn der ist aus Polycarbonat, einem besonders leichten Material und außerdem kann man ihn wie einen Trolley ziehen. Wie für mich geschaffen also. Ich habe das größte Modell genommen, das es gab. 70 Liter, klingt richtig viel. Damit müsste ich vorerst mal über die Runden kommen. Und wenn doch nicht, gibt es ja immer noch die super Shopping-Möglichkeiten in der Innenstadt von San Jose. Dann wäre das Problem mit dem Koffer erst mal gelöst und ich kann mich jetzt voll und ganz auf das Packen konzentrieren.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Vorfreude auf Costa Rica

Heute kam die offizielle Zusage von meinem Professor: Ich habe tatsächlich den Studienplatz an der Uni von Costa Rica. Wie aufregend! Nur noch knapp zwei Monate, bis ich die Koffer packe und mich in ein neues Leben stürze – wenn auch nur für ein halbes Jahr. Costa Rica – das Land der Sonne! Über Costa Rica habe ich bisher ohnehin nur Gutes gehört. Die Hauptstadt San Jose muss richtig toll sein. Nicht zu groß, nicht zu klein und jede Menge Kultur, Party und Shopping. Ich habe mir sagen lassen, dass man in Costa Rica auch richtig gut einkaufen kann. Aufgrund der begrenzten Aufnahmemöglichkeit meines Reisekoffers klingt das wie Musik in meinen Ohren. Ich werde mich dort erst mal richtig eindecken – mit der neuesten südamerikanischen Mode versteht sich.
Soviel ich weiß, gehen auch die Sehenswürdigkeiten in Costa Rica nicht aus. Die Stadt hat jede Menge Geschichte und ich freue mich riesig darauf, sie zu erkunden. Da wäre einmal das Nationalmuseum, in dem man viele historische Kunstschätze aus der Geschichte Costa Ricas bewundern kann. Dan freu ich mich auch auf das Jademuseum, vor allem weil es dort anscheinend eine Sammlung prähistorischer Musikinstrumente geben soll. Da Jade an sich nicht so mein Ding ist, werde ich mir auf jeden Fall das Goldmuseum anschauen. Darüber hinaus hat San Jose eine recht lebendige Künstlerszene, sodass ich mir sicher bin auch noch einige Austellungen etc ansehen zu können. Besonders sehenswert sind offenbar einige der 130 Kirchen Costa Ricas sowie einige der kunstvollen Brunnen der Stadt. Bei dieser Fülle von Sehenswürdigkeiten ist es wichtig, einen guten Reiseführer mitzunehmen. Andererseits werde ich dank meiner praktischen Laptoptasche auch auf mein Notebook nicht verzichten und so kann ich gegebenenfalls auch vor Ort noch einige Recherchen im Internet machen.